Laden in Tübingen für Reptilien u. a. exotische Tiere

Laden in Tübingen für Reptilien u. a. exotische Tiere
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Kürzlich titelte das Schwäbische Tagblatt “Am Haagtorplatz residieren neuerdings Kriechtiere“. In dem Artikel berichtete es über einen neuen Laden in Tübingen, in dem es Reptilien und andere exotische Tiere zu kaufen gibt. Dieser Laden nennt sich “Reptilien Paradies“. Wie man sich denken kann “residieren” diese Tiere dort nicht, sondern werden in kleinen Käfigen und Terrarien zur Schau gestellt bis sie verkauft werden. Laut den Aufschriften auf den Fenstern dieses Ladens werden dort u. .a. Agamen, Spinnen, Geckos und Schlangen verkauft.

“Artgerechte Haustierhaltung”

Als vegan lebender Mensch, der für Tierrechte eintritt, möchte man nicht, dass Tiere ihrer Freiheit beraubt oder für ein Leben in Gefangenschaft gezüchtet werden. Deshalb kritisieren Tierrechtler auch die Zucht der heimischen, “üblichen” Haustiere. Tiere können nie artgerecht gehalten werden, denn nur die Freiheit ist artgerecht.

Ein teures Leben in Gefangenschaft

Bei Reptilien und ähnlichen “exotischen” Tieren handelt es sich jedoch noch einmal um ein ganz anderes Level, denn wie der Name schon sagt, sind sie für eine, wie wir aus unserer Sicht sagen, “exotische” Umgebung geschaffen. Sie leben natürlicherweise in den Tropen oder anderen Gebieten, deren klimatische und sonstige Gegebenheiten sich grundlegend von den hiesigen unterscheiden. Deshalb werden sie teilweise in Terrarien gehalten, die beheizt und künstlich feucht gehalten werden. bringmirbio - Der Onlinelieferservice für Bioprodukte!Dies wiederum bedeutet nicht nur einen hohen, klimaschädlichen Energieaufwand, sondern auch, dass die Terrarien meist nicht besonders groß gewählt werden, um die Kosten nicht explodieren zu lassen. Das Tagblatt zitiert den Besitzer des neuen Ladens, Herbert Palme, der behauptet, exotische Tiere zu halten sei günstig: „Der Strom für die Terrarien-Lampe und ein paar Insekten in der Woche – das macht wenige Euro im Monat.“ In Wahrheit sind es jedoch oft “Tiere mit kostspieligen und anspruchsvollen und ständig wachsenden Pflegebedürfnissen“, wie Peta schreibt. So könnten sich die “Kosten für Futter, Gehege, Beleuchtung und Tierarztrechnungen auf Hunderte von Euro im Jahr belaufen” und es würden “immer mehr Reptilien ausgesetzt” und “grausam zu Tode” kommen.

Doch auch, wenn sie in Glaskästen gehalten werden, die nicht mit einem anderen Klima ausgestattet werden, können diese niemals so groß sein, wie das Gebiet ist, das viele dieser Tiere in freier Wildbahn für sich beanspruchen.

Missstände bei Zucht und Handel exotischer Tiere

Tierhandel auf Reptilienmesse

Tierhandel auf Reptilienmesse

Abgesehen von diesen mit der Haltung exotischer Tiere verbunden Probleme ist einer der größten Missstände die Zucht und der Handel dieser Tiere, die nicht als “Haustiere” geeignet sind. Viele kommen aus Massenzuchtanlagen, wo die schlechte Tierhaltung bereits beginnt und wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse dieser Individuen genommen wird, weil die Betreiber nur am Profit interessiert sind, der heutzutage leider mit der Zucht und dem Handel dieser fühlenden Lebewesen gemacht werden kann. Darüber hinaus kommen aber auch etliche Tiere, selbst wenn die Händler dies teilweise bestreiten, aus der freien Wildbahn. Das heißt, sie werden ihrer natürlichen Umgebung entrissen und fehlen dem dortigen ökologischen Gleichgewicht. So trägt der Handel mit Tieren auch immer noch zum dramatischen Artenschwund bei, der durch Klimawandel, Urwaldzerstörung für Futtermittel, Agrosprit, Papier, Banner VeganothekHolz und jüngst auch Holzkohle sowie dem weiteren Zubauen von Landschaften ohnehin so rasant voranschreitet wie seit dem Aussterben der Dinosaurier nicht mehr. Transportiert werden die Tiere dann oft über den ganz normalen Postweg, wobei sie per Gesetz lediglich „in Behältnissen“ mit einer „angemessenen Temperatur und Schutz vor plötzlichen Temperaturschwankungen“ zu befördern sind.

Futtertiere, Lebendfutter und Frostfutter

Ein Punkt, den ich persönlich auch besonders schlimm finde, NABU Umwelt-Tarifist das Thema Futter für Reptilien. Da viele Reptilien Fleischfresser sind und manche von ihnen zudem nur lebende Beute akzeptieren, hat sich ein äußerst perverser Handel mit sogenannten “Futtertieren” entwickelt. Die Bandbreite hierbei beginnt bei Insekten, die man in vielen Zoogeschäften, wie z.B. auch in den meisten Fressnapf-Filialen, kaufen kann. Sie werden zu großen Mengen in mickrige Plastikboxen “verpackt”, in denen sie ein sehr bemitleidenswertes Leben fristen dürfen bis sie als Lebendfutter verfüttert werden oder in den Boxen ersticken, was extrem oft vorkommt, wie mir eine Fressnapf-Mitarbeiterin (aus einer Filiale, die sich nicht in Tübingen befindet) bestätigt hat. Diese lässt die Insekten deshalb frei, wenn sie nach wenigen Tagen noch nicht verkauft wurden, womit sie gegen die Vorschriften der Geschäftsleitung verstößt, wie sie mir sagte. Wie die Haltung dieser Insekten aussieht, zeigt folgendes Video, das ich selbst gefilmt habe:

Insekten als “Lebendfutter” bei Fressnapf

(Eine meiner Meinung nach ziemlich gute Alternative zu Fressnapf und allen anderen Zoohandlungen, in denen es Lebendfutter gibt, ist der Futterplatz.)

Größere Reptilien benötigen dann auch größere “Beute-Tiere”. Eigens hierfür werden auf Grund des leider stark boomenden Handels mit Reptilien mittlerweile Millionen von Mäusen, Meerschweinchen und Kaninchen gezüchtet, die dann eingefroren und als sogenanntes “Frostfutter” zu Spottpreisen verscherbelt werden. Teilweise töten die Züchter, teilweise die Reptilienhalter selbst diese “Futtertiere” per Schlag gegen die Tischkante o.ä. oder füttern auch solche Wirbeltiere lebend. Dass bei „Stück“-Preisen von teilweise unter einem Euro der Tierschutz bei der Zucht und dem Handel mit diesen “Futtertieren” buchstäblich mit Füßen getreten wird, ist sicher jeder und jedem klar.

Gefahren

Salmonellengefahr

Salmonellengefahr

Ein weiteres Problem ist die Gefahr, die von Reptilien ausgeht. Manche sind giftig, andere können schwere Bisswunden verursachen. Das wohl aber am wenigsten bekannte und zugleich am häufigsten auftretende Gesundheitsrisiko ist, sich von Reptilien eine Salmonellenerkrankung einzufangen. Auf die zahlreichen Unfälle, die im Zusammenhang mit der Haltung von solchen Tieren aufgetreten sind, hat Hessen als erstes Bundesland reagiert und laut Peta im Oktober 2007 die “Haltung von gefährlichen Tieren wild lebender Art” per Gesetz verboten.

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About Matthias Ebner

Ich bin seit Mitte 2010 vegan und lebe in Tübingen. Neben dem Veganismus engagiere ich mich auch für Umwelt- und Klimaschutz. Mehr über mich findet ihr auf meinem Profil oder bei Google Plus
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  • Ttx

    Lieber Matthias, deinen Veganismus in Ehren, aber ich würde mich mal lieber noch anderweitig informieren, anstatt immer nur kritiklos PeTA nachzuquatschen. Und was das tolle “Hessengesetz angeht”, die Basis dafür war erstunken und erlogen, sowie die Liste an sich absolut lächerlich ist.

    • http://jogja-bakery.com eMatt

      Lieber ttx! Ist es nicht besser, dass es das “Hessengesetz” gibt als wenn das nicht der Fall wäre? Was meinst du für eine Liste? Und was konkret stört dich an den Fakten, die ich von Peta übernommen habe?
      Am 15.09.2011 um 03:28 schrieb “Disqus” :

      • Ttx

        Nun ja, es wäre besser, es gäbe das “Hessengesetz” nicht, gemäß dem ich übrigens problemlos Hyänen halten kann, aber keinen harmlosen Baumsteiger (Phyllobates terribilis, und nein, der vergiftet bewusst niemanden). Nebenbei wurde damals tunlichst darauf geachtet, das niemand daran mitwirkt, der halbwegs Ahnung von der Materie hat. Was mich konkret an PeTA stört:
        1. Die angegeben Quellen, so sie überhaupt vorhanden sind: Der Stern etwa ist als seriöse Quelle untauglich, die hessische Landesregierung höchstwahrscheinlich auch. (Wer von denen kennt sich schon mit der Materie aus? Antwort: Niemand!) Und als  bevorzugte Quelle sich selbst anzugeben und zu verlinken, ist die typische Methode von Scharlatanen und anderen lichtscheuen Gestalten 
        2. Die Behauptung, dass in Amerika jedes Jahr 70.000 (nette Zahl, zu rund um wahr zu sein) durch den Kontakt mit Reptilien und Amphibien anstecken, ist überhaupt nicht belegt. Wahrscheinlich blind aus der Luft gegriffen. Ebenso die Behauptung, die Haltung von Reptilien und Amphibien sei stets teuer und nur Experten möglich sei. Die Liste lässt sich noch etwas fortsetzen.

        In sofern muss ich leider sagen, dass PeTAs Artikel wie so oft vor Fehlern (und die sind garantiert nicht unbeabsichtigt), Halbwahrheiten und offenen Lügen strotzt. Wenn du dir einmal ernsthaft Gedanken zu demThema machen willst, sei dir die Seite der DGHT empfohlen, oder Heiko Wernings Blog (http://blogs.taz.de/reptilienfonds/bio/) Und glaub mir, diese Leute wissen wirklich, wovon sie da reden.

        Leider habe ich bei Leuten deiner Orientierung oft die Erfahrung machen müssen, dass diese erschreckend lernresistent sind und auf besseres Wissen pfeifen. Von daher sie es dir selbst überlassen, deine Horizont zu erweitern, oder in deinem kleinen Kämmerlein zu bleiben.

        Schöne Grüße
        TTX

        • http://jogja-bakery.com eMatt

          Peta behauptet doch überhaupt nicht, dass die Haltung von Reptilien immer teuer ist, sondern nur, dass das meinstens so ist. Und es kommt natürlich auch immer darauf an, wie viel Mühe man sich geben will, dem jeweiligen Tier ein Leben zu ermöglich, das so artgerecht wie möglich ist. Dass das nie 100% der Fall ist, ist ja klar, aber die allermeisten Reptilienhalter geben sich da halt leider nicht viel Mühe, genauso wie die meisten Halter von sonstigen Haustieren. Deshalb ist die Zucht von und der Handel mit Tieren auch ethisch generell abzulehnen.
          Und sorry, aber nur weil die angegebene Zahl von 70.000 so rund ist, ist das doch noch lange kein Beweis, dass das nicht stimmt. Diese Argumentation ist wirklich lächerlich. Die genaue Zahl kann man schließlich nicht angeben, sonst wäre es ja nicht mehr für “jedes Jahr” gültig. Es wurde also natürlich der Durchschnitt ermittelt und dieser gerundet.
          Am 16.09.2011 um 01:12 schrieb “Disqus” :

          • Ttx

            Die Quelle hätte ich gerne, sonst bringt das alles nix. Und die liefern die netten PeTArden wie so oft nicht. Daher ist das genau so seriös wie die Behauptung, jeder 10. in der Peta sein ein Fall für die Irrenanstalt  oder alle Veganer seien intolerante Vollpfosten. Nur um Beispiele zu nenne, die ebenfalls unzulässig verallgemeinern.

          • http://jogja-bakery.com eMatt

            Durch ein klein wenig googlen/bingen/forestlen/znouten findet man etwa folgende Quelle: http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm5626a1.htm
            Dort steht u.a. “Salmonella illness remains a major public health problem in the United States, with an estimated 1.4
            million nontyphoidal human Salmonella infections occurring annually, resulting in approximately 15,000 hospitalizations and
            400 deaths (5). Reptiles are a well-established source of human salmonellosis; a study conducted during 1996–1997 attributed
            an estimated 6% of all human, laboratory-confirmed, sporadic
            Salmonella infections in the United States (and 11% of
            infections among persons aged <21 years) to contact with reptiles and amphibians
            (6).
            Man führe also eine kurze Rechnung durch: 1.400.000 * 6 % = 84.000
            Damit wäre die Zahl von 70.000 sogar noch weit übertroffen. Vmtl. hat sie sich seit 1997 auf Grund von gewissen Gegenmaßnahmen langsam verringert.

          • CHG

            Auch hier wieder, du zitierst eine Stelle und kochst dann deine eigene Suppe. Du “errechnest” eine Zahl für die USA stellst wieder nichts dagegen. Wo bleibt deine Relation??? Nehmen wir mal deine 84.000 (Als alter erhöhter Wert!) und setzen den zur Relation zu der EInwohnerzahl ca. 310 Millionen! Jetzt sag mir mal, dass das viel ist. Da gibt es viele andere Punkte die wesentlich bedrohlicher sind, gegen die man zuerst etwas unternehmen sollte und nicht diese Gefahr der Salmonellen bei Reptilien.

          • http://jogja-bakery.com eMatt

            Klar, als Tierausbeuter kann man sich immer alles so hindrehen, wie man es grad brauchen kann. Es gibt immer was, das “wesentlich bedrohlicher” ist, gegen das “man zuerst etwas unternehmen sollte”.

          • CHG

            Klar, als Veganer kann man auch die Augen verschließen und so tun als ob die anderen offensichtlich destruktiveren Probleme hinten anstehen sollten 😉

            Ich bin grundsätzlich nicht gegen deine Argumente, aber man muss dann auch allumfassend argumentieren. Mehr sage ich nicht!

          • Jürgen

            Der Link im Google heißt:

            Laden in Tübingen für Reptilien u. a. exotische TiereDeshalb verschon doch bitte interessierte Reptilienfans mit Deiner Vegan Diskussion.

  • CHG

    Sehr geehrter “Autor” ich habe lange nicht mehr so ein Stückwerk gelesen.

    Dann fangen wir mal an:
    Erstmal kannst du dir dein “residieren” sparen, dies ist ein Begriff einer Zeitung, welche selbstverständlich Formulierungen benutzt, die die Leser ansprechen und da ist ein “residieren” halt interessanter als ein “leben”, “wohnen” oder “sitzen”. Damit ist die Einleitung schonmal negativ suggerierend geschrieben, zeugt nicht gerade von Feingefühl und erst recht nicht von Fairness, aber da kann man drüber hinwegsehen.

    Dann kommt allerdings gleich der erste Knaller. “Artgerechte Haustierhaltung”, wie bist du auf solches Geschreibsel gekommen, könnte glatt aus der Bild-Zeitung stammen. Du bist ja anscheinend ein Ideologe, der leider komplett an der Realität vorbei denkt. Wenn man ein Gesetz einführen würde, dass es verbietet Tiere (egal welcher Art) aus der Natur zu entnehmen (Wildfänge bei Reptilien z.b.), was meinst du würde dann passieren? Der Schwarzmarkthandel, welcher jetzt schon floriert, würde explodieren um geschätzte 2000-3000% (nein, das ist nicht übertrieben), das würde dann zu mehr illegalen Transporten führen, was für die “verschifften” Tiere, wie du ja teilweise richtig später argumentierst, nicht förderlich ist. Also wäre es nicht sinnvoller, die jetzigen Farmen (z.b. Python-Farmen) zu erhalten, um zu verhindern, dass Tiere aus der Natur entnommen werden? Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen um einen nach vorne zu tun, denk mal darüber nach!

    Der zweite Teil deines “Artikels” ist erneut sehr zweifelhaft zu lesen. Natürlich sind Reptilien und auch Amphibien meist aus anderen Klimazonen, diese werden durch das Terrarium simuliert, sogar teilweise konstanter und besser als in ihrem eigentlichen Habitat. Das ermöglicht den Tieren ein gesichertes Leben, sowie ein angstfreies, da Beutegreifer fehlen und das Tier nicht zu fluchtartigen Reflexen verleiten, was ihr Leben verlängert und die Lebensqualität ohne Frage steigert. Der “klimaschädliche Energieaufwand” ist lächerlich gering im Vergleich zu Leuten die z.b. ihr Licht anlassen während sie Einkaufen gehen 😉 Also der Punkt zieht bei aller Liebe zur sachlichen Argumentation nicht mal ansatzweise!!!
    Der Wortlaut von Herbert Palme ist in Ordnung, wenn man ihn relativiert. Ein südamerikanische große Schlange verbraucht selbstverständlich mehr an Strom als eine 15cm kleine amerikanische Echse, welche z.T. kaum über Zimmertemperatur leben! Grundsätzlich stimmt es aber, dass die Terraristik nur in der Anschaffung kostenintensiv ist. Die Folgekosten (Futter, Strom, Tierarzt) sind geringer als bei einem Hund oder zwei Katzen.
    Die “ständig wachsenden Pflegebedürfnisse” sind schlichtweg (entschuldige die Formulierung) Bullshit! Eine Schlange mit 50cm Länge hat die gleichen Grundbedürfnisse wie eine 400cm lange Schlange. Das Argument ala “wenn sie größer ist frisst sie mehr” ist unzureichend als Argument, weil es für alle Tiere gilt (auch Säugetiere z.b. Menschen).
    Der Fakt, dass immer mehr Reptilien ausgesetzt werden ist unbestreitbar. Allerdings wurden vor 20 Jahren auch Massen an Hunden, Katzen und Nagern ausgesetzt. Als dann die Tierheime größer wurden und die Menschen besser aufgeklärt wurden ging auch diese Zahl zurück, das gleiche passiert bei den Reptilien, da auch Tierheime mittlerweile eine Reptilienauffangstation besitzen oder planen. (Dafür nochmal danke an alle Tierretter, schönen Gruß nach München)

    Missstände bei Zucht und der z.T. fragwürdige Handel sind durchaus ein kritischer Punkt. Aber auch hier erschreckt mich wieder deine Engstirnigkeit. Am “besten” gefällt mir dieser Satz “Das heißt, sie werden ihrer natürlichen Umgebung entrissen und fehlen dem dortigen ökologischen Gleichgewicht”. Man merkt, dass dir das Hintergrundwissen fehlt um bei diesem Thema mitzuschreiben. Dahinter steckt viel mehr, als das ökologische Gleichgewicht. Ein kleines Beispiel um es dir besser zu erklären, in Afrika werden Königspythons (Python regius) in relativ großen Stückzahlen gefangen und als WF z.b. nach Europa verschifft, um hier die Zuchtgruppen zu vergrößern und Inzucht zu vermeiden. Dazu ein Fakt “allein aus Ghana wurden von 1989 bis 1993 98.179 Königspythons exportiert, davon 29.935 in die Europäische Union. Trotz dieser hohen Zahlen gilt die Art zumindest in Ghana als ungefährdet, allein für die landwirtschaftlich genutzte Fläche Ghanas wurde der Bestand 1997 auf etwa 6,4 Mio. Individuen geschätzt.” In Afrika ist es soweit, dass die Einheimischen die Tiere fangen, töten und verarbeiten. Fleisch wird gegessen, Haut für Lederverarbeitung oder Trinkgefäßherstellung usw. Das ökologische Gleichgewicht wird dadurch keinesfalls beeinträchtigt, dazu gibt es Studien und auch die Beutetiere des Königspythons nehmen nicht über hand und die Feinde des Königspythons haben immernoch genug.
    Der Punkt der Massenzucht ist ein allgemein gültiger Punkt bei der Tierzucht. Das ist wirtschaftlich motiviert und hat keinesfalls etwas mit den Reptilien oder den Haltern zu tun, sondern nur mit Wirtschaftlichkeit unter den Händlern, bei dem Punkt bin ich auf deiner Seite, dass die Missstände offensichtlich sind und geändert werden müssen. (Aber das müssen sie auch bei Hundezucht, Katzenzucht, Vogelzucht usw…)

    Dann kommst du mit dem Punkt “Futtertiere”. Da muss man differenzieren. Ich beginne mal mit den Wirbellosen (z.b. Grillen, Heuschrecken). Auch hier, bitte eigne dir mehr Hintergrundwissen an. Insekten leben manchmal lange Zeit in riesigen Mengen (dagegen sind 25 Tiere in einer Plastikbox gar nichts!) und das in der Natur! Insekten werden lebend verfüttert, dies geschieht in der Natur ebenfalls und durch den Fakt das den Insekten ein Zentrales Nervensystem fehlt empfinden sie keinen Schmerz wie Menschen. Deine anonyme Mitarbeiterin bei Fressnapf ist ein bisschen naiv und kurzsichtig. Insekten, die hier nicht heimisch sind, freizulassen ist Faunaverfälschung und kann zu der Vernichtung von Tier- oder Pflanzenarten in Deutschland führen, im Extremfall! Wenn man keine Ahnung davon hat sollte man sowas lassen, das ist extrem kontraproduktiv. Dein Video ist kein bisschen aussagekräftig. Es zeigt eine professionelle und optimale Verpackung von Insekten (Eierkarton als Versteck, Oberfläche, Futter (Zellulose wird von den Tieren gefressen) und nicht viele Tiere in einem Behälter). Such dir das nächste wirklich schlechte/schlimme Haltung und nicht sowas.
    Zu den Wirbeltieren (Mäuse, Ratten, Kaninchen u.a.). Auch hier kommen wieder Phrasen ohne jegliches Hintergrundwissen. Du schreibst “Tierschutz wird mit Füßen getreten”, das ist totaler Quatsch. Da gibt es schon eine Vorschrift, die es verbietet Wirbeltiere lebend zu verfüttern (Ausnahme, triftiger Grund aber das ist hier fehl am Platz) und die Tötungsvariante ist mittlerweile fast perfektioniert. Folgendes Beispiel, dein “Frostfutter” wird schockgefroren, das System der Tiere ist gar nicht in der Lage, diese Prozedur noch als Schmerz auszudrücken, d.h. schmerzfreier geht es nicht!! Das Schlagen auf die Tischkante ist nunmal die effektivste Variante die einem Privathalter zur Verfügung steht. Die Wirbelsäule wird durchtrennt, sowie sämtliche Nerven im Wirbelbereich, dies führt zum sofortigen Tod. Jede Katze die im Garten mit einer Maus “herumspielt” quält das Tier tausend mal mehr. Und im Normalfall nutzen die meisten Reptilienhalter Frostfutter. Der Futter-Punkt ist definitiv zu kurzsichtig geschrieben. Nutze mal dein Hirn und mach Gegenvorschläge oder lass deine fadenscheinige Argumentation weg.

    Wie immer, der größte Witz am Schluss. Manche sind giftig und manche können Bisswunden verursachen, dann frag mal nach beim zuständigen Amt wieviele Menschen von Reptilien verletzt/getötet wurden und wieviele von Hunden oder Bienen oder auch Ratten. Die Zahlen sind alle höher als die bei den Reptilien. Dann kommt noch dein großer Trumpf! Salmonellen. Ja, das ist wirklich ein Grund Reptilienhaltung zu verbieten. Der Grund warum Hessen die Haltung verboten hat hat nichts mit Salmonellen zu tun, sondern ist rein politisch motiviert. Ich will hier jetzt aber auch kein politisches Fass aufmachen, dafür reicht der andere Schund den du hier verzapft hast.

    Bei aller Liebe, ich diskutiere gerne wenn es sachlich bleibt und derjenige sich informiert hat, aber 1-2 mal den Fressnapf besuchen und ein Artikel (welcher gar nicht so schlecht ist) aus dem Tagblatt reicht nicht mal ansatzweise um hier ein gescheiten Kommentar abzugeben.

    Mit kopfschüttelnden Grüßen,
    ein Leser

    • http://jogja-bakery.com eMatt

      “Wenn man ein Gesetz einführen würde, dass [sic] es verbietet Tiere (egal
      welcher Art) aus der Natur zu entnehmen (Wildfänge bei Reptilien z.b.)”, müsste man dieses wie alle anderen natürlich auch strenger kontrollieren. Ohnehin müsste man viel mehr und viel strengere Kontrollen bei vielem durchführen. Schon heute wird viel zu quasi toleriert, da nicht richtig kontrolliert, wie z.B. diese Doku zeigt: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8048600 (ab Minute 22)
      Wenn man, wie jeder wahre Tierfreund fordert, den Handel mit Tieren und tierischen Produkten endlich generell verboten würde, wären solche Kontrollen auch viel einfacher.

      “Natürlich sind Reptilien und auch Amphibien meist aus anderen
      Klimazonen, diese werden durch das Terrarium simuliert, sogar teilweise
      konstanter und besser als in ihrem eigentlichen Habitat. Das ermöglicht
      den Tieren ein gesichertes Leben, sowie ein angstfreies, da Beutegreifer
      fehlen und das Tier nicht zu fluchtartigen Reflexen verleiten, was ihr
      Leben verlängert und die Lebensqualität ohne Frage steigert.”
      -> Was soll denn das bitte für ein Argument sein? Möchtest du dein Leben lieber in einer Gefängniszelle verbringen, nur weil du dort nicht Gefahr läufst, von einem Auto überfahren oder überfallen zu werden?

      “Der “klimaschädliche Energieaufwand” ist lächerlich gering im Vergleich
      zu Leuten die z.b. ihr Licht anlassen während sie Einkaufen gehen”
      -> Das war zum einen nur am Rande erwähnt, zum anderen ist das Licht brennen zu lassen wirklich das schlechteste Beispiel überhaupt, denn selbst wenn man Glühbirnen verwendet, ist der Bereich Licht der, der in normalen Haushalten mit Abstand am wenigsten Energie verbraucht.

      Dein Beispiel mit der Königspython aus Ghana ist mal wieder typisch – genauso schwachsinnig wie einen Veganer zu fragen, ob er Fleisch essen würde, wenn er allein auf einer einsamen Insel wäre, wo es sonst nichts zu essen gibt. In diesem einen Fall, mag der Wildfang und Handel mit Tieren vielleicht tatsächlich nicht die Art und das ökologische Gleichgewicht gefährden. Es gibt jedoch unzählige andere Beispiele, wo er das in der Tat tut, wie etwa Tiger, Orang-Utans, Gorillas, Nashörner oder Elefanten, um nur die berühmtesten zu nennen.

      Ganz offensichtlich bist du derjenige, der kein Hintergrundwissen hat.

      Wenn du die Haltung der Insekten, wie ich sie gefilmt habe, als “optimal” bezeichnest, kann man dich wirklich nur als Tierquäler bezeichnen. Natürlich leben manche Insekten in der Natur in großen Verbänden, aber sie sind nicht so eng eingepfercht!!!!
      Und dass die Mitarbeiterin durch ihre Freilassungen evtl. das hiesige ökologische Gleichgewicht gefährdet, ist ganz und gar nicht ihr verschuldet, sondern den menschlichen Bestien, die diesen Handel erlauben, dulden, durchführen und durch ihr Kaufverhalten erst ermöglichen! Ihr ist hier überhaupt kein Vorwurf zu machen, denn sie handelt lediglich nach dem Prinzip des Mitgefühls und davon fehlt es leider viel zu vielen Menschen gänzlich, allen voran solchen wie dir.

      Nur weil Insekten kein zentrales Nervensystem haben, heißt das noch lange nicht, dass sie keinen Schmerz empfinden können – der Mensch weiß nicht alles und 90 % der Natur und ihrer Phänomene hat er noch nicht begriffen! Darüber hinaus gibt es auch noch anderes Leiden außer Schmerz, wie z.B. Angst und Stress.

      Dass das Schlagen von Tieren gegen die Tischkante im optimalen Fall zum sofortigen Tod führt, ist schon möglich. Allerdings wird dies selbstverständlich nicht immer perfekt ausgeführt, schon gar nicht von unwissenden, ungeübten privaten Haltern! Davon gibt es genug Videos im Internet. Benutze du doch mal deinen Computer statt deinem “Hirn”! Das ist bei dir mit Sicherheit zielführender.

      Ich weiß ja nicht, was du mit einem solchen Kommentar auf einer solche Website bewirken willst, aber was es auch ist, damit erreichst du es sicher nicht!

      • CHG

        Ganz ehrlich, deine Vergleiche und Argumentationen sind einfach sinnlos. Du kommst z.b. mit einem irrationalen “Gesetz gegen die Entnahme von Tieren aus der Wildnis”. Der Punkt mag ja für sich gesehen schön und gut sein, aber was mir bei dir am meisten fehlt ist einfach der Realitätsbezug. Alle deine Argumente sind für sich betrachtet in Ordnung. Aber in Relation zum modernen Leben und der Entwicklung der Menschen ist das absoluter Nonsens, schade das du da in diese Schiene rutscht, die viele Extremisten fahren, ihre Meinung und alles andere wird ausgeblendet oder als falsch abgetan. Dein Gesetz rein hypothetisch gesehen, würde wieder zu illegalen Entnahmen führen und das mehr als du kontrollieren kannst. Damit machst du für Schmuggler die Tiere nur noch interessanter und die Abnehmen zahlen mehr und somit steigt die Zahl der Schmuggler und damit die Zahl der geschmuggelten Tiere, soweit klar oder?

        Die Dokumentation ist mir selbstverständlich schon längst bekannt (deine Links sind grundsätzlich alle nichts neues inhaltlich gesehen) und der letzte Satz des ersten Absatzes ist wieder falsch. Die Kontrollen wären kein Stück einfacher, sogar im Gegenteil schwerer. Informier dich mal beim Frankfurter Flughafen wieviele Schmuggler von Tieren oder tierischen Produkten, die illegal sind, sie wirklich erwischen. Die Zahl ist verschwindend gering und wenn man grundsätzlich ein Verbot ausspricht, dann wird das nicht einfacher, die Logik dahinter ist nicht vorhanden.

        Jetzt der Teil den ich absolut unterirdisch finde, der Vergleich mit dem Gefängnis. Schon wieder bist du als Nicht-Terrarianer einfach nicht in der Lage so ein Vergleich richtig hinzustellen. Wenn du sowas aufstellen willst, dann lies erstmal ein paar Bücher zu dem Thema oder Arbeiten (bitte wissenschaftliche) zum Thema “Reptilien” und dann speziell zu den Gewohnheiten von Reptilien. Um den Vergleich mal zu relativieren. Ein Tier, das einen optimales Terrarium besitzt, entspricht dann ungefähr einem Gefängnis worin ein 2-stöckiger Haus steht, mit Klimaanlage (jaa Umwelt und so…is nur beispielhaft!!), einem Auto vor der Tür einem Supermarkt in dem ich umsonst einkaufen kann und anderem SchnickSchnack den ich mir sonst nich leisten könnte. Natürlich ist auch ein Terrarium platztechnisch eingeschränkt, aber wenn man die Bedürfnisse einzelner Arten kennt, führt das zu dem obigen Vergleich.

        Das “Licht brennen lassen”-Argument ist durchaus gerechtfertigt, wenn 15 Millionen Haushalte das am Tag 15 Minuten (Weg zum Einkaufen und zurück OHNE einkaufen) anlassen, dann ist der Wert signifikant wichtig. Und das ist nur ein Punkt von vielen, dazu kommen kurze Wege mit dem Auto fahren usw. Also hier gibt es mehr Optimierungsbedarf, aber war ja klar, dass die Terrarianer viel schlimmer sind als alle anderen.

        Ja Tiger, Elefanten und Co, über welche Tiere diskutieren wir hier? Informier dich und bring ein paar themenbezogene Beispiele und nicht sowas. Wenn du eine grundsätzliche Diskussion zum Thema “Mensch-der Artenvernichter” willst, das ist etwas völlig anderes.

        Dein Wink, dass ich kein Hintergrundwissen hätte ist amüsant, mehr leider nicht. Deine Kommentare hier sind kurz, unlogisch, weichen oft vom Thema ab und sind z.T. einfach haltlos.

        Zu den Insekten. Vielleicht solltest du bevor du Bücher zum Thema Reptilien liest erstmal ein paar Dokumentationen zum Thema Insekten schauen. Gerade Heuschrecken sitzen manchmal mit zig tausenden Tieren auf einem qm und da sterben sehr viele bei, in der NATUR! Und die “Futterinsekten” sind optimal verpackt, denn die Zeit die sich in diesen Boxen sind ist äußerst kurz. Bugs international, bestell da mal und dann denk drüber nach was du da erzählst. Du kannst die Tiere auch in großen Netz mit viel Vegetation verschicken und einfach mal den 30fachen Preis verlangen, Folge wäre eigene Zuchten oder Beschaffung auf illegalem Wege, das wäre die wirkliche Qual, aber auch hier denkst du zu ideologisch.

        Deine ach so geliebte Fressnapf-Mitarbeiterin hat sich strafbar gemacht und das ist ihre Schuld. Fremde Insekten auszusetzen ist im schlimmsten Fall Mithilfe zur Vernichtung von anderen einheimischen Arten. Wenn sie damit so wenig leben kann, dann soll sie kündigen und nicht so scheinheilig sein und da arbeiten und nebenbei noch Faunaverfälschung vorantreiben. Mitgefühl hab ich beim Verfüttern von Insekten nicht, aber du hast recht ich lasse lieber eine Echse oder ähnliches zu Hause verhungern, weil ich es nicht übers Herz bringe lebende Tiere zu verfüttern.
        Dein Argument des Schmerzempfindens von Insekten ist vollkommen in Ordnung. Aber auch hier, gerade Echsen brauchen den Bewegungsreiz damit sie Tiere als Futter wahrnehmen. Auch hier lasse ich natürlich wieder die Tiere zu Hause sterben für das Überleben der Insekten. -.-

        Das ist einfach das geilste Argument, was ich seit Jahren gehört habe. Ich würde sagen du solltest mal mehr dein Hirn benutzen, falls das möglich ist und weniger deinen Computer. Ich nutze meinen Computer genug, nur bilde ich mir meine eigene Meinung aufgrund der Fakten und lasse mir keine Dinge in den Mund legen.
        Beim Töten von Wirbeltieren zum Beispiel über die Tischkante kann ich natürlich nur für mich sprechen, ich habe genug Erfahrung und mache das auch beruflich zwangsweise wenn es nötig sein sollte. Was andere private Halter veranstalten, dafür kann ich nichts. Bei diesem Punkt bin ich aber auf deiner Seite, es gibt genug Halter, die ihre Futtertiere lange quälen bis sie tot sind, weil sie es halt nicht besser wissen.

        Deine Frage nach dem Erreichen ist auch typisch für Menschen wie dich. Ich möchte hier gar nichts “erreichen”!!! Ich will einfach nur mal einen Einblick geben und relativieren, weil du mit diesem Artikel versucht eine kleine Gruppe als Sündenböcke abzustempeln, die eh schon gebeutelt sind! Warte einfach noch eine Weile, dann kommt ein neues Gesetzt zur Reptilienhaltung, dann kannst du weiter über die Leute meckern.

        Und um das mal klarzustellen, ich will hier niemanden überzeugen, weil ich weiß, dass das bei Extremisten fast unmöglich ist. Ich möchte nur ein bisschen mehr Realitätsbezug hereinbringen. Du argumentierst immer und hörst ab dem Punkt auf, wenn andere Faktoren beeinflusst werden oder dein Argument ad abusrdum führen.

        • http://jogja-bakery.com eMatt

          “Die Kontrollen wären kein Stück einfacher, sogar im Gegenteil schwerer.
          Informier dich mal beim Frankfurter Flughafen wieviele Schmuggler von
          Tieren oder tierischen Produkten, die illegal sind, sie wirklich
          erwischen. Die Zahl ist verschwindend gering und wenn man grundsätzlich
          ein Verbot ausspricht, dann wird das nicht einfacher, die Logik dahinter
          ist nicht vorhanden.”
          -> Natürlich! Hättest du dir die Doku aufmerksam angesehen, hättest du mitgekriegt, dass ein Problem ist, dass sie die Tiere voneinander unterscheiden müssen. Wenn der Handel mit exotischen Tieren (und tierischen Produkten) generell verboten wäre, würde das wegfallen und alles, was gefunden würde, wäre illegale und somit zu beschlagnahmen und würde zu Verhaftungen führen.
          Dass zusätzlich mehr kontrolliert werden müsste, ist klar. Dafür bräuchte man halt mehr Kontrolleure. Man müsste halt ein paar Milliönchen mehr für Arten- und Tierschutz ausgeben und ein paar Milliärdchen weniger für Kohle-, Atom-, Militär- und Tierversuchsindustrie.

          Dein “optimales Terrarium” passt vielleicht auf kleine Spinnen oder andere kleine Tiere, die in einem richtig großen Terrarium gehalten werden, aber nicht auf viele der anderen Tiere wie etwa Geckos, Skorpione oder gar Alligatoren & Co..

          Der Rest deines Kommentars ist einfach nur lächerlich. Die armen, “gebeutelten” Reptilienhalter tun mir wirklich sehr leid…. Ich habe nie behauptet, dass DU es nicht schaffst, ein Tier per Schlag gegen die Tischkante beim ersten Versuch zu töten. Das mag ja sein. Aber zum einen ist das ein unnötiger Mord, denn DU MUSST KEINE REPTILIEN ALS HAUSTIERE HALTEN. Das scheinst du als gottgebegen anzusehen. Wenn du das nicht tun würdest, würdest du auch keine verhungern lassen, wenn du ihnen keine Tiere fütterst. So einfach ist das. natürlich ist die Natur grausam, aber sie daheim nachzuspielen ist unnötig und erzeugt zusätzliches Leid. Menschen haben nicht das Recht Gott zu spielen und andere Tiere einzusperren, zu quälen und zu töten.

          • CHG

            Du sagst es ja selbst, ein paar Milliönchen und so weiter. Ich finde auch, dass die Kontrollen zu wenig sind und hier nachgebessert werden muss, ABER wo bleibt der Realismus?? Das ist ja mein einziges Problem mit deiner Argumentation. Nicht die Argumente sind schlecht, sondern nur der Bezug zur Realität.
            Zum optimalen Terrarium, ich geb dir recht in Bezug auf Warane, sowie Panzerechsen, die kann ein Privatmann (Ausnahme er ist Millionär) nicht wirklich gut halten. Viele Reptilien leben ihr ganzes Leben lang in einem kleinen Revier (vorausgesetzt Bedinungen wie Futterangebot, Partnerwahl usw. bleiben konstant) obwohl die Tiere ein ganzes Land zur Verfügung haben.

            Der Rest meines Kommentars ist einfach mal real. Deine Fressnapf-Angestellte ist für mich das beste Beispiel, die macht so viel auf einmal falsch, was gerade du als umweltbewusster und für die Ökologie kämpfender doch verhindern solltest bzw. möchtest. Aber natürlich die Schuld in dem Fall ist wieder beim Zoofachgeschäft, weil die die Tiere bestellen? Das soll dann Faunaverfälschung rechtfertigen, einfach absurd!

            Die Reptilienhalter in Deutschland stehen definitiv in der Kritik, weil immer wieder unerfahrene oder mit Absicht schlecht informierte Halter in der Öffentlichkeit zerrupft werden (zu Recht) aber alle anderen die sich die größte Mühe geben es besser zu machen stehen dann auch schlecht da. Ich will von niemandem Mitleid, ich lasse mir mein Hobby nicht nehmen nur weil ein paar Menschen andere Ansichten haben.
            Du bleibst Veganer und ich Terrarianer. Und Fertig!